Aktuelle Termine




25.09. Englandaustausch
25.09. - 02.10. in Stockport

Herbstferien

Unterrichtsschluss

nach der 6. Stunde
vom 04.10. - 18.10.2019

 

29.10.

Pädagogische Konferenzen

5. - 9. Klassen ab 13:30 Uhr

 

14.11. Schulkonferenz

18:30 Uhr



22.11.

Lange Nacht der Mathematik

 

Weihnachtsferien

vom 23.12. 19 - 06.01.20

 

20.01. Zeugniskonferenzen

5.+ 7.+ 8. Klassen

 

21.01. Zeugniskonferenzen

6.+ 9. Klassen

 

23.01. Zeugniskonferenzen

E + Q1 + Q2 Jahrgänge

 

31.01.

Ende des 1. Schulhalbjahres

1. - 4. Stunde

Unterricht nach Plan

(5. - Q2) Zeugnisausgabe

in der 5. Stunde

Unterrichtsschluss um 12:10 Uhr

 

03.+ 04.02.

bewegliche Ferientage

 

06.02. Infoveranstaltung

zur Profilstufe für Eltern 19:30

 

14.02. Elternsprechtag

15:00 - 18:00

Unterrichtsende nach der 5. Stunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht einer Überlebenden

Am 21. Mai diesen Jahres erhielten wir aus-gesprochen beeindruckenden Besuch aus Berlin. Die 92-jährige Margot Friedländer, 1921 in Berlin geboren, las vor allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9, E und Q in der ent-sprechend von Herrn Herbers und anderen fleißigen Helfern hergerichteten Sporthalle aus ihrer Autobiographie „Versuche, dein Leben zu machen". Die titelgebenden Worte hatte Margot Friedländers Mutter ihr durch eine Bekannte ausrichten lassen, sie selbst wurde 1943 zusammen mit Margots Bruder Ralph deportiert, weil die Familie dem jüdischen Glauben angehörte. Beide sollte Margot Friedländer nie wieder sehen. Ihr selbst gelang es mit Hilfe einiger der wenigen Deutschen, die sich der Ausgrenzung, Deportation und Vernichtung der europäischen Juden aktiv widersetzten, sich bis zum Frühjahr 1944 zu verstecken, bevor sie verhaftet und in das KZ Theresienstadt deportiert wurde.

Von der Botschaft ihrer Mutter, einigen gefährlichen Situationen im Untergrund, ihrer Verhaftung und Erlebnissen im Konzentrationslager handelten die ausgewählten Passagen, die Margot Friedländer in der beeindruckend still werdenden Sporthalle vorlas. Dabei zeigte sie den Anwesenden auch ihre Bernsteinkette, das letzte Andenken an die Mutter, und den Juden-stern, den zu tragen man sie gezwungen hatte. Dem aufmerksamen Zuhörer konnte dabei nicht entgehen, wie viel Kraft es sie kostete, sich mit dem Verlust fast aller Freunde und Verwandten auseinander setzen zu müssen. In ihrer eindringlichen Botschaft an die Schülerin-nen und Schüler, „Seien Sie Mensch", wurde deutlich, was sie antreibt. Ohne Hass, ohne Bitterkeit versucht sie mit ihren Lesungen, Menschen mit ihrem Schicksal zu erreichen, in der Hoffnung, dazu beitragen zu können, dass sich so etwas nie mehr wiederholt.

Dass ihr dies bei den allermeisten Zuhörern gelungen ist, zeigten sowohl die Stille während der Lesung als auch der lang anhaltende Applaus danach und die Fragen der Schülerinnen und Schüler im anschließenden Gespräch. Margot Friedländers Schilderungen machten noch einmal deutlich, dass die alltägliche Ausgrenzung, Vereinsamung und Angst der Betroffenen ebenso Teil des Holocaust sind wie die Greuel der Konzentrationslager. Diese sonst so abstrakt bleibenden Themen wurden an einer trotz allem lebensfrohen Frau eindrucksvoll erlebbar. Wir freuen uns daher sehr, dass wir Margot Friedländer am Städtischen Gymnasium begrüßen durften.

Wozu Geschichtsunterricht? Was hat die Vergangenheit mit mir zu tun?

Auf diese und viele andere Fragen gibt der Geschichtsunterricht an unserer Schule Antwort, denn die Betrachtung der menschlichen Geschichte kann uns auch für unser heutiges Leben viel mitgeben. Was wir heute sind, ist aus dem entstanden, was vor uns war, und das Wissen darüber kann uns helfen, uns selbst besser zu verstehen.

Im Geschichtsunterricht betrachten wir aber auch andere Länder, Sitten, Kulturen und auch Zeiten, die uns so fremd sind, dass wir sie nur schwer verstehen können. Das wiederum hilft uns ebenfalls, über uns selbst nachzudenken, denn wir können uns vergleichen und auch erfahren, dass man die Dinge ganz anders sehen kann, als wir es tun. Dabei machen wir uns auch klar, auf welcher Grundlage wir andere Menschen beurteilen.

Geschichtsunterricht hat also keineswegs nur mit der Vergangenheit zu tun, sondern hilft uns vielmehr auch, einen vielfältigeren Blick auf Gegenwart und Zukunft zu entwickeln. Exemplarisch an vielen Stationen der menschlichen Geschichte schulen daher derzeit Herr Ehlers, Herr Hepp, Herr Kirschstein, Herr Nölck, Frau Paul, Frau Philipp, Frau Schmidt, Herr Schmitt, Frau Stern und Herr Witte die besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man für die Betrachtung der Geschichte braucht und aus dieser Betrachtung gewinnen kann.

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