Präsenzunterricht ab dem 6. Mai: 4–Phasenmodell

In der kommenden Woche soll der reguläre Schulbetrieb an den Gymnasien in Schleswig-Holstein nach Beendigung der schriftlichen Abiturprüfungen schrittweise wiederaufgenommen werden. Dazu hat das Bildungsministerium den Schulen im Lande am 28. April folgende Hinweise gegeben: Der Präsenzunterricht soll ab dem 6. Mai zunächst für die 6. Klassen starten. Aus schulorganisatorischen Gründen wird das jedoch am Städtischen Gymnasium erst am 8. Mai der Fall sein. Dieses haben wir so entschieden, weil die Infektionsschutzmaßnahmen gründlich vorbereitet sein müssen. Außerdem finden mit dem Känguru-Wettbewerb, den Prüfungsvorbereitungen für das mündliche Abitur (Q2), der Bücherabgabe von Q2 und der Zeugnisausgabe für Q2 am 6. und 7. Mai andere schulische Veranstaltungen statt, aufgrund derer wir zahlreiche andere Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude haben werden. Da wir aus Sicherheitsgründen die Anzahl im Schulgebäude präsenter Schülerinnen und Schüler begrenzen müssen, bitten wir um Verständnis für diese Entscheidung. Wie wir den Unterricht für die 6. Kassen im Einzelnen organisieren werden, erfahren die Sechstklässler und deren Eltern in einem gesonderten Schreiben von Frau Herbst. Folgender Stufenplan zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist angedacht:

In Phase 1 bis zum 05.05. ist für das Abitur vorgesehen, in Phase 2 ab dem 06.05. (bei uns ab dem 08.05.) soll der Präsenzunterricht für die 6. Klassen wiederaufgenommen werden. Darüber hinaus erhalten bereits in Phase 2 auch Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Jahr eine Prüfung ablegen oder vor einem Übergang stehen, in Form von Beratungsangeboten die Möglichkeit zu direktem Kontakt mit ihren Lehrkräften in der Schule. Dazu wird es eine gesonderte Abfrage geben. In Phase 3 ab dem 25.05. sollen die Jahrgänge 8, 9, E und Q1 wieder Präsenzunterricht erhalten. Je nach den personellen und organisatorischen Voraussetzungen an der Schule sollen dann im weiteren Verlauf des Schuljahres in Phase 4 die Klassen 5 und 7 wieder an der Schule unterrichtet werden. Dabei ist sicherzustellen, dass es eine Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler gibt und dass jede Schülerin/ jeder Schüler mindestens einmal pro Woche in der Schule anwesend ist.

Leistungsbewertung und Versetzungsregelungen

Eltern und Schüler haben immer wieder nachgefragt, wie die Leistungsbewertung von Arbeitsergebnissen im Online-Unterricht erfolgen wird. Dazu hat das Ministerium nun im Wesentlichen festgelegt, dass die bis zum 13. März erbrachten Schülerleistungen die Grundlage für die Ganzjahresnote darstellen. Im Online-Unterricht erbrachte Leistungen können zur Verbesserung der Gesamtnote herangezogen werden, diese jedoch nicht verschlechtern. Klassenarbeiten werden in der Sek I in diesem Schuljahr nicht mehr geschrieben. In der Sekundarstufe II dagegen können Klassenarbeiten und gleichwertige Leistungsnachweise unter klar definierten Bedingungen zur Ermittlung der Ganzjahres- bzw. Halbjahresnote herangezogen werden. Den Schülerinnen und Schülern wird sehr zeitnah ihr gegenwärtiger Leistungsstand mitgeteilt, sodass sie auf dieser Grundlage von ihren Fachlehrkräften beraten werden und sich im Gefährdungsfall auch verbessern können. Im Einzelfall werden sich die Klassenleitungen und die Stufenleitungen mit Ihnen, liebe Eltern, beraten. Dabei wird es darum gehen, eine für die schulische Zukunft Ihres Kindes bestmögliche Absprachen zu treffen.

Notbetreuung

Ungeachtet der Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebes für Fünft- und Sechstklässler bleibt die Möglichkeit der Notbetreuung unter den bekannten Bedingungen erhalten. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich in der Notbetreuung befinden, können in den Präsenzzeiten ihrer Klassen jedoch am regulären Unterricht teilnehmen.

In der Hoffnung, dass uns allen der Wiedereinstieg in den regulären Unterrichtsbetrieb gut gelingen möge, wünsche ich euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und Ihnen, liebe Eltern, alles Gute für die kommende Zeit. Bleiben Sie alle gesund!

Frank Ulrich Bähr